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03.03.2020 | 5 Minuten Lesezeit

Digitaldruck: Das Digitaldruckverfahren

Mithilfe digitaler Druckverfahren lassen sich hochwertige Druckprodukte auch in kleiner Auflage kostengünstig produzieren. Dabei werden die Druckinhalte anders als bei Offsetdruck ohne statische Druckform auf das Trägermaterial aufgebracht. Erfahren Sie hier, welche Digitaldruckverfahren es gibt, welche Möglichkeiten sie bieten und welche Vor- und Nachteile der Digitaldruck mit sich bringt.

Direktdruckverfahren Digitaldruck: Definition

Unter dem Begriff Digitaldruck fasst man alle Druckverfahren zusammen, bei denen das Druckmotiv oder der zu druckende Text ohne Druckform direkt auf das Trägermaterial übertragen wird. Man unterscheidet dabei zwischen lasertoner- und inkjetbasierten Digitaldruckverfahren. Anders als der sogenannte Offsetdruck – ein indirektes Druckverfahren, bei dem das Druckmotiv mittels einer Druckwalze oder eines -zylinders auf den Trägeruntergrund übertragen wird – handelt es sich beim Digitaldruck um ein Direktdruckverfahren. Es verwendet also keine statische Druckform, auf die zunächst Farbe aufgetragen werden muss, um das zu druckende Motiv anschließend zu übertragen.

Digitaldruck einfach erklärt

Die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Übertragung von Druckdaten beim Digitaldruck: Das zu druckende Bild oder Motiv bzw. der zu druckende Textinhalt muss als digitale Druckdatei vorliegen. Diese wird als Datensatz an den jeweiligen Rechner des Drucksystems übertragen und entsprechend der Anforderungen des Drucksystems im Raster Image Processor (RIP) in druckfähige Daten umgewandelt. Sobald diese Umwandlung vollzogen ist, lässt sich der Druckauftrag starten.

Das Drucken ohne physischen Druckkörper bezeichnet man auch als Non Impact Printing (NIP). Da keine statische Druckform benötigt wird, lassen sich beim Digitaldruck nahezu unterbrechungsfrei unterschiedliche Inhalte direkt hintereinander drucken, beispielsweise Kalender, Abschlussarbeiten oder Jahresberichte. Gerade bei kleineren Auflagen oder dem Druck von Einzelexemplaren zahlt sich diese Flexibilität aus.

Wie funktioniert der Digitaldruck? Erklärung der beiden bekanntesten Digitaldruckverfahren

Die Digitaldruck-Geschichte ist noch eine relativ junge: Angewendet werden digitale Druckverfahren erst seit etwa 80 Jahren. Begonnen hat alles im Jahr 1938, als der amerikanische Physiker Chester F. Carlson die sogenannte Elektrofotografie (Xerografie) entwickelte. Dabei lud er eine mit Schwefel beschichtete Metallplatte elektrostatisch auf. Anschließend belichtete er diese mit einer Lampe. Eine mit Schriftzug versehene Glasplatte, die zwischen Lampe und Metallplatte aufgestellt war, übertrug den Schriftzug durch die Belichtung auf Wachspapier.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Digitaldruck im Rahmen immer neuer technologischer Möglichkeiten weiterentwickelt: Was zunächst als Elektrofotografie begann, entwickelte sich schließlich zu unseren modernen Tintenstrahl- und Laserstrahl-Druckverfahren. Inzwischen hat sich der Digitaldruck – vor allem bei Druckerzeugnissen, die nur in kleiner Stückzahl gedruckt werden sollen – als deutlich günstigere und flexiblere Alternative zum Offsetdruck etabliert. Dabei wird bis heute zwischen den beiden gängigsten digitalen Digitaldruckverfahren unterschieden: dem elektrofotografischen Digitaldruck und dem sogenannten Inkjetdruck.

  • Beim elektrofotografischen Digitaldruck (Elektrofotografie) werden die Farbpartikel mittels eines Fotohalbleiters und eines Zwischenträgers, einer sogenannten dynamischen Druckform, auf das Trägermaterial übertragen. Das Prinzip beruht auf elektrostatischer Anziehung und wird auch in laserbasierten Tonerdruck-Systemen genutzt.
  • Beim digitalen Inkjet- oder Tintenstrahldruck wird die Kopie der Druckvorlage nicht mittels elektrostatischer Ladungen erzeugt, sondern – der Name sagt es bereits – mit Tinte. Diese wird über einen mit Düsen versehenen Druckkopf auf den Trägeruntergrund – in der Regel Papier – übertragen.

Druckereien und Copyshops nutzen den Digitaldruck. Digital gedruckt werden kann nicht nur auf Papier, sondern beispielsweise auch auf Textilien, Mesh-Gewebe, Tapeten oder PVC-Banner.

Wofür eignet sich das Digitaldruckverfahren?

Der Digitaldruck eignet sich für Produkte, die in kleiner oder Kleinstauflage produziert werden sollen, etwa

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Digitaldruck vs. Offsetdruck

Beim Offsetdruck handelt es sich im Gegensatz zum als Direktdruckverfahren bezeichneten Digitaldruck um ein indirektes Druckverfahren. Druckträger und Druckuntergrund kommen hierbei nicht direkt miteinander in Berührung. Stattdessen wird das zu druckende Motiv mittels einer mit Farbe versehenen Druckwalze oder eines Druckzylinders übertragen.

Sowohl beim Digitaldruck als auch beim Offsetdruck werden die Druckinhalte nach dem Farbschema CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Black) festgelegt. Besonders wichtig zur korrekten Übermittlung der Druckdaten ist daher, dass diese im richtigen Farbmodus angelegt sind. Beim Offsetdruck lassen sich anders als beim Digitaldruck in der Regel allerdings keine Zwischentöne oder Farbnuancen drucken.

Digitaldruck: Vorteile und Nachteile

Der größte Vorteil des Digitaldrucks liegt in der Möglichkeit, auch kleine oder sehr kleine Auflagen ohne hohen Aufwand produzieren zu können. Verglichen mit anderen Druckverfahren wie dem Sieb- oder dem Offsetdruck bieten Digitaldruckverfahren dank der höheren Flexibilität und dem geringeren Aufwand durch den Wegfall aufwendiger Einstellungen eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis. Moderne Digitaldruckmaschinen schaffen bis zu 50 Seiten in der Minute.
  • Mithilfe des Direct Digital Printing (DDP), wie das Digitaldruckverfahren auch bezeichnet wird, lassen sich zudem auch personalisierte Drucke (etwa Kontoauszüge oder Kreditkartenabrechnungen) schnell und in guter Qualität drucken. Hierfür wäre beispielsweise beim Offsetdruck zunächst eine aufwendige Neueinstellung der Druckmaschine nötig.
  • Nicht nur der Zeitfaktor, sondern auch die Kostenersparnis sprechen daher für digitale Druckverfahren.
  • Dank der Qualität, die moderne Digitaldruckverfahren bieten, erfreut sich im privaten Bereich vor allem das professionelle Drucken von Fotoprodukten wie Fotobüchern nach wie vor sehr hoher Beliebtheit.
  • Selbst aufwendige Druckprodukte lassen sich durch die Kombination unterschiedlicher Digitaldruck-Methoden kostengünstig und einfach produzieren, sofern die Vorlagen in digitaler Form vorliegen.
  • Bei der Anfertigung von Stempeln beispielsweise ist das Digitaldruckverfahren jedoch nicht unbedingt die richtige Wahl. Auch für den Druck von Etiketten oder Bannern, die besonders wetterbeständig und langlebig sein sollen, ist der Digitaldruck oft nicht die ideale Option.

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